Jugendgruppe

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Hier präsentiert sich in Kürze die Jugendgruppe 🙂
Segelflug

Segelflug

Lautlos durch die Luft gleiten, die Natur nutzen, um ohne Motorkraft weite Strecken zu fliegen. Eine Symbiose aus Hightech und Natur. Und jeder kann mitmachen in einem unserer zahlreichen Vereine in dem wunderschönen Mecklenburg-Vorpommern.
Motorflug

Motorflug

Das Motorflugzeug ist ein attraktives Verkehrs- und Sportgerät, das als individuelles Transportmittel größte Unabhängigkeit gewährt, aber auch hohe Ansprüche an das Können der Piloten stellt. Motorfliegen bietet vielfältige Möglichkeiten in den verschiedenen Disziplinen. Sei es im Kunst-, Rallye- und Präzisionsflug – überall sind Möglichkeiten des Leistungsvergleiches. Die Beachtung von Umwelt-...
Ultraleichtflug

Ultraleichtflug

Die Ultraleichten (UL’s) sind die Antwort auf den Wunsch nach dem einfachen Fliegen aus purem Spaß an der Freude. Die erste Generation fand Ende der 70er Jahre zurück zu den Anfängen der Fliegerei. “Fliegende Gartenstühle” sieht man heute nur noch selten. Die neue Generation dieser Flugsportgeräte erinnert immer mehr an...
Modellflug

Modellflug

Sie sehen aus wie große Flugzeuge, fliegen wie welche und sind mindestens genauso aufwändig. Es gibt nur einen Unterschied: Der Pilot bleibt am Boden und stellt sich dort der Herausforderung des Fliegens. Mit waghalsigen Manövern kann man der Physik scheinbar ein Schnippchen schlagen.  

Offener Brief an das Innen- und Verkehrsministerium
In Europa sind fast alle gleich

Sehr geehrte Herren Minister,

seit dem 8. April 2013 gelten auch in Deutschland die Bestimmungen für die europäischen Pilotenlizenzen. Einer der wichtigsten Vorteile ist, dass Piloten aus den EU-Ländern mit der neuen Lizenz in allen EU-Länder fliegen dürfen. Die Lizenz muss von den EU-Staaten anerkannt werden. Sonderregelungen, die Ausländern den Einflug nur nach einer nationalen Bestimmung erlauben, gibt es nicht.

Für das Zusammenwachsen der Staaten in Europa ist das ein wichtiger Fortschritt. Und auch die Piloten sind, abgesehen von einigen kleineren Änderungswünschen, mit der neuen Gesetzgebung einverstanden.

Was allerdings den berechtigten Zorn der Piloten auf sich zieht, ist eine nationale Bestimmung nach dem Luftsicherheitsgesetz. Nach dem § 7 des Gesetzes müssen Piloten von Motorflugzeugen und Motorseglern sich einer Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP) unterziehen. Das gilt nur für deutsche Piloten. Unsere europäischen Nachbarn kennen diese Überprüfung nicht. Jeder Franzose, Pole, Spanier – wirklich jeder EU-Pilot außer einem Deutschen darf ohne ZÜP in Deutschland fliegen. Unser Land benachteiligt seine eigenen Bürger gegenüber den europäischen Nachbarn! Wer wundert sich noch über geringe Wahlbeteiligungen und das schlechte Image der Politiker?

Ob durch die ZÜP ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn erzielt wird, war und ist selbst bei den politischen Vertretern sehr umstritten. Einige Bundesländer hatten schon bei der Einführung den Sinn der Überprüfung in Frage gestellt. Der DAeC hatte sich im Sommer 2005 an die Vertreter der politischen Parteien im Bundestag gewandt und um Stellungnahmen gebeten. „Wenig Sicherheit, aber viel Bürokratie“ war der Tenor quer durch die Parteien. (vgl. DAeC News 8/2005 und www.daec.de/fachbereiche/presse/aero-club-news)

Aber weder die Regierung noch das zuständige Innenministerium nahmen die Argumente ernst und schafften die ZÜP ab. Die massiven Proteste des DAeC, vieler Piloten und anderer Verbände wurden nicht gehört.  Es wurde schließlich nur ein längerer Zeitraum für die Wiederholungsprüfungen erreicht.

Auch in den Folgejahren hatten der DAeC und andere Kritiker keinen Erfolg, eine Änderung dieser Politik zu erreichen. Bei einem Gespräch im Innenministerium wurde uns gesagt, dass man diese Überprüfung auch EU weit anstrebe. Ohne Erfolg! Besonders geärgert hat es mich, dass auf meine Frage nach den Ergebnissen der ZÜP geantwortet wurde: „Die sind geheim!“

Aktuell wird im BMVBS am Entwurf einer Verordnung zur Änderung luftrechtlicher Bestimmungen in Bezug auf das fliegende Personal der Zivilluftfahrt und zur Anpassung an die Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 der Kommission vom 3. November 2011 gearbeitet.

Jetzt wäre es an der Zeit, Zeichen zu setzen und die ZÜP ersatzlos zu streichen. Das wäre eine glaubwürdige und sinnvolle Maßnahme – auch gegen die Politikverdrossenheit.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Klaus Koplin

DAeC-Präsident

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